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Qualität ist die Zukunft der Zeitung
„Meldungen begleiten nicht nur von Anfang an die Zeitungsgeschichte, lange Zeit waren sie die vorherrschende journalistische Darstellungsform: in einer Analyse der Wochenzeitungen Aviso (Wolfenbüttel) und Relation (Strassburg) aus dem Jahre 1609 – sie gelten als Ursprung der Tageszeitungen – kommt Schröder zu dem Ergebnis, dass die Meldungen im Schnitt 64 und 53 Wörter zählten. ‚Die Mehrzahl der Beiträge wäre also nach heutigem Maßstab unter der Rubrik Kurzmeldungen einzuordnen. (…) Noch im ausgehenden 18. und frühen 19. Jahrhundert bildeten Meldungen die vorherrschende Darstellungsform. In Blättern, die mit einem Umfang von vier Seiten nur zweimal wöchentlich erschienen, konnte so über universelle und viele Themen auf begrenztem Raum berichtet werden. Erst mit dem Aufkommen des Räsonnements in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde die Zeitung zum Forzum der öffenlichen Meinung, so dass ausführlichere Formen entstehen mussten.“
Manfred Wiese: Die Kurzmeldung. Theoretische Grundlagen und praktische Tipps. Wiesbaden (VS Verlag für Sozialwissenschaften) 2005, S. 35





