http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/fliege.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/rad.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/maus.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/kopf.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/kaefer.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/blume.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/herz.gif
http://www.dada-dada.tv/wp-content/themes/tao-boilerplate/images/gifs/micro.gif
Weiterlesen

Qualität

Wort der Woche

Qualität

Qualität: Ist nicht Eigenschaft, Beschaffenheit, nicht Güte. Die Bezeichnung »Güte« und die ähnlich gemeinten in den Wörterbüchern enthalten ein Werturteil nach der Seite der Zweckdienlichkeit, dazu eine sittliche Wertung in Hinsicht der Würde, von der die »Qualität« frei ist. Nur in einzelnen Fällen, etwa bei einer bestimmten Ware, kann sich Qualität mit Güte decken. Spreche ich aber von einer Sinnes-Qualität, so meine ich eine nur physiologisch zu begreifende Besonderheit des Sinnes, nämlich die des Auges, eine Mengemechanischer Eindrücke zu einer Farbe, die des Ohres, sie zu einem Ton zusammenzufassen und dieser Leistung eine nur zu fühlende, niemals ausdrückbare Färbung und Tönung zu verleihen. Der Sinn schafft das Wunder, eine Quantität (die Menge der empfangenen Wellen-Erregungen) in eine Qualität umzuwandeln, und diese wunderbare Abhängigkeit muß hörbar bleiben. Besäßen wir ein Wort, das sich zu »Menge« klanglich und begrifflich genau so verhielte wie Qualität zu Quantität, so wäre hier das Fremdwort, das Weltwort, überflüssig. »Beschaffenheit« und »Eigenschaft« greifen aber weit über jene Beziehung hinaus, da sie alle erdenklichen Sinnesmöglichkeiten, die Brechung in der Augenlinse, die Sehschärfe, die Hörschärfe, die Lagerung der Einzelteile im Organ umspannen, ohne gerade das, was wir unter Qualität verstehen, irgendwie zu begrenzen; und zudem enthalten sie im Wortklange nicht die allerleiseste Beziehung auf die »Menge«, sie entbehren also gerade des Hinweises, auf den es besonders ankommt.

Alexander Moszkowski: Das Geheimnis der Sprache. Berlin 1923

Wochenvorschau

up down

Honoré de Balzac: Die Frau Konnetable

Gelesen von Kajetan Dick